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17 September 2007, 03:30  

Online-Video ist kein TV



Die gute Nachricht: Online-Videos werden zumindestens in den USA laut E-Marketer im Jahre 2011 die Zahl von 183 Mio. Nutzern erreichen. Der Anstieg gegenüber aktuell 114 Millionen ist da gewaltig. Wie sieht es jetzt mit den Nutzungsformen aus? Wiederholt sich hier TV oder passiert etwas anderes?

An den Zahlen lässt sich ablesen, dass alles unter den Tisch fällt, was nach normalen Fernsehlaufzeiten aussieht. TV-Shows in voller Länge sind nicht gerade der Renner unter den Online-Videos. An der Spitze stehen News, gefolgt von kurzen TV-Trailern und Musikvideos, sowie User-Generated Contents a la Youtube, es folgen dann noch Witze und Wetterinformationen. Etwas überraschend kommt, dass Sportnachrichten, sowie Business und Finanz-News ziemlich am Ende stehen. Wenig überraschend ist, dass Spielfilme in voller Länge das Ende der Skala bilden. Nach wie vor scheint das Wagenrennen in Ben Hur auf dem Minibildschirm keinen besonderen Spaß zu verbreiten. Auch die Titanic scheint zu groß zu sein, um hier unterzugehen.

Wesentlich erfreulicher sind die Nachrichten allerdings für die Online-Videowerbung. Von den 183 Mio. Videoguckern in 2011 werden immerhin 165 Mio., d. h. ca. 90 Prozent die neuen Werbeformate nutzen. Gegenüber dem aktuellen Status ist das ein Anstieg von 77 Prozent auf 90 Prozent. Keine einheitliche Meinung gibt es im Augenblick zur Frage der günstigsten Länge von Werbespots in Online-Videos. Ein Äquivalent des 30-Sekundenstandards aus dem TV gibt es für Video-Advertising noch nicht.

Weiter beruhigend ist, dass die Werbeumsätze in beiden Medien, TV und Internet, kontinuierlich wachsen werden. Beim Fernsehen sieht es so aus, dass das Wachsen von 238,5 Mio. 2007 in 2011 auf 298,5 Mio. ausmachen wird. Der Sprung bei den Online-Konsumenten im Internet war zwar wesentlich größer. Dennoch bleibt ein Abstand von gut 100 Mio. allein in den USA.

Ein Engpass werden natürlich die Geräte bleiben. Allerdings wird sich die Marktdurchdringung mit videogeeigneten mobilen Geräten nicht mit unglaublicher Geschwindigkeit entwickeln. Es bleibt dabei, dass die Konsumenten in der näheren Zukunft vor allem die verfügbaren Technologien nutzen werden, um auch Video- Contents zu konsumieren.
 



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