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12 Oktober 2007, 08:59
Web 2.0 auf dem Höhepunkt
Stehen wir vor einer neuen Internetblase? Einiges spricht dafür, meinen erfahrene Wagniskapitalgeber aus dem Silicon Valley. So zum Beispiel die große Anzahl an neu gegründet Startups mit albernen Namen. Vieles ähnelt der Situation von 1999, als die „Dotcom-Blase“ ihren Höhepunkt erreichte – doch manches ist auch ganz anders.
Die Technikenthusiasten des Silicon Valley haben längst ganz eigene Messinstrumente entwickelt, um drohende Blasen aufzuspüren: Statt üblicher Indikatoren wie den Zahlen des Immobilienmarkts, beobachten sie im „Goofy-Name-Index“ beispielsweise die Anzahl von Firmen mit albernen Namen. Dieser Index habe inzwischen ein Level wie zum Höhepunkt der „Dotcom-Blase“ um die Jahrtausendwende erreicht, berichtet das „Wall Street Journal“ am Mittwoch.
Als Beispiele werden Web-Startups wie » Orgoo oder » Zipidee genannt. Die Internetfirmen des „Web 2.0“ helfen beispielsweise den Kunden sozialen Kontakte zu organisieren oder wollen ein Marktplatz des digitalen Zeitalters werden, auf dessen Website die Besucher Handy-Klingeltöne erstehen können. „Sind das Namen von Hunden oder von Unternehmen?“ fragt sich da beispielsweise die Wagniskapitalgeberin Kate Mitchell laut dem Bericht.
Erste Investoren wie Howard Hartbaum ziehen sich angesichts der Gefahr einer erneuten Internetblase bereits aus dem Geschäftsbereich der Webunternehmern zurück. Der Venture-Kapitalist geht fest von einer sich anbahnenden Krise aus: „Es scheint, als seien wir in einer Blase“ sagt er laut dem Bericht. Sein Unternehmen Draper Richards LP habe sich daher in den vergangenen Monaten vollständig von Investitionen in Internetunternehmen getrennt. Viele Ideen, die den Boom Ende der 90er Jahre getragen hätten, würden heute aufgewärmt, so Hartenbaum. Dabei seien die nun recycelten Geschäftsideen schon damals gescheitert. Insbesondere das oft unerfahrene Management vieler Startups seien für ihn ein klarer Indikator für den erwarteten Crash.
Für viele ist eindeutig: Die Geschichte wiederholt sich. Aber selbst die pessimistischsten Untergangspropheten müssen zugeben, dass die drohende Blase diesmal nicht mal im Ansatz die Ausmaße der Internetblase um die Jahrtausendwende erreichen wird. Damals sorgte vor allem die teure Technik für einen derart großen kapitalvernichtenden Börsencrash. Das Ausmaß einer erneuten Internetblase wäre schon deshalb viel geringer, weil heutige Startups sehr viel weniger Finanzkapital benötigen. Nicht nur Serverhardware und eine breitbandige Intenetanbindung waren Ende der Neunziger noch ein teures Vergnügen. Allein für die Anschaffung einer Datenbank-Software zahlte damals so manches Jungeunternehmen auch mal 30 000 Dollar und mehr. Heute sind lizenzkostenfreie Open-Source-Datenbanklösungen wie wie MySQL oder PostgreSQL längst unternehmenstauglich.
Als Folge sind die Internetunternehmen der „Web-2.0-Generation“ überwiegend nicht mehr auf das Kapital der Finanzmärkte angewiesen. Ein möglicher Crash hätte also viel geringere Auswirkungen auf Dritte und die Gesamtwirtschaft. Andere Formen der Geldverschwendungen existierten aber weiterhin, meinen Kritiker. So hätten einige Firmen eine „Free Food Policy“, gibt der Anwalt John Bautista zu bedenken und verweist auf einen eigenen Kunden: Das Startup „» Rock You“, das kleine Erweiterungen für private Websites oder das My-Space-Profil bereitstellt, ermögliche allen 20 Vollzeitbeschäftigten jedes Essen zu bestellen – auf Firmenkosten. Für Bautista ein klarer Blasen-Indikator.
Eine Krise der neuen Startups will der Internetpionier Marc Andreesen, Erfinder des ersten populären Webbrowsers Netscape, allerdings nicht erkennen: „Meiner Theorie nach kommt die nächste Blase erst dann, wenn alle aufhören über die nächste Blase zu sprechen“ sagt er dem „Wall Street Journal“. Die neuen Startups mit angeblich albernen Namen, weisen diesen Vorwurf auch weit von sich: Orgoo bespielsweise argumentiert, der Name stehe für „unendliche Organisation“. Das „Org“ im Namen sei die Abkürzung für die Organisation, die beiden „Os“ sollen an das mathematische » Zeichen für Unendlichkeit erinnern. Der Name Zipedee, so das Unternehmen selbst, entstamme einem der fröhlichen Zeile „Zip-a-Dee-Doo-Dah“ aus dem Disney-Film „Song of the South“ („Onkel Remus’ Wunderland“).
Der entscheidendste Faktor für Investitionen in jedes neue Unternehmen ist letztlich ohnehin immer noch die Solidität der zugrundliegenden Businessplans. Das sei auch nach wie vor der meistzitierte Indikator der Technikveteranen, so das „Wall Street Journal“ in seinem Bericht. Einige pfiffige Ideen werden sicher auch die kommende Blase überleben, falls sie denn kommt. Viele andere Unternehmen wird es in einigen Jahren nicht mehr geben. Blinde Investitionen in jedes Startup, das fähig ist, eine .com-Adresse anzumelden, wird es nach den Erfahrungen des vergangenen Crashs wohl nicht mehr geben.
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12 Oktober 2007, 08:42
340.000 Deutsche bloggen regelmäßig
Rund 880.000 deutschsprachige 14- bis 64-jährige Internet-Nutzer schreiben gelegentlich in ihrem eigenen Blog, 340.000 tun dies regelmäßig. Dies geht aus der aktuellen Studie des Magazins 'Stern' hervor, die heute in Hamburg präsentiert wurde. Der Kreis derjenigen, die Beiträge in fremden Weblogs kommentieren, fällt mit 1,6 Millionen deutlich größer aus. Fasst man beide Gruppen zusammen und errechnet die Überschneidungen, so lässt sich die deutsche "Blogosphere" auf insgesamt 2,1 Millionen mehr oder weniger aktive Teilnehmer veranschlagen.
Im engeren Kreis der 880.000 Weblog-Betreiber dominieren Männer mit einem Anteil von 61 Prozent. Die Hälfte aller Blogger ist zwischen 14 und 29 Jahre alt. Rund 36 Prozent befinden sich als Schüler, Azubis oder Studenten noch in der Ausbildung. Deutlich überrepräsentiert sind mit einem Anteil von 21 Prozent aber auch berufstätige Computer-Experten. Während der durchschnittliche Internet-Nutzer pro Woche insgesamt elf Stunden aus privaten oder beruflichen Gründen im World Wide Web verbringt, sind es bei den Bloggern 26 Stunden. Auch andere Web 2.0-Angebote wie Wikis und Communities werden dabei in stark überdurchschnittlichem Maße genutzt.
"Ich finde es gut, dass jeder, der will, im Internet etwas veröffentlichen kann, und so eine Gegengewicht zur Macht von Medien und Konzernen entsteht", sagen fast vier Fünftel der Blogger. Zugleich bekunden 56 Prozent, dass sie den Websites bekannter Medien mehr Vertrauen entgegenbringen als den Informationen auf anderen Internet-Seiten.
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12 Oktober 2007, 08:40
61 Milliarden Suchanfragen
Im August haben 750 Millionen Suchende über 15 Jahre weltweit 61 Milliarden Suchanfragen ausgelöst. Das errechnete Marktforscher Comscore. Der größte Anteil entfällt dabei auf den asiatisch-pazifischen Raum (20,3 Mrd. Suchanfragen), gefolgt von Europa (17,8 Mrd. Suchanfragen) und Nordamerika (16,0 Mrd. Suchanfragen). Wenig überraschend war Google die erste Recherche-Anlaufstelle. Der Suchmaschinenprimus lieferte auf 37 Milliarden Suchen Trefferlisten aus, mit weitem Abstand folgt Yahoo mit 8,5 Milliarden Rechercheaufträgen. In den Top Ten finden sich zudem Baidu.com, die Microsoft-Seiten, NHN, Ebay, Time Warner Network, Ask Network, Fox Interactive Media und Lycos.
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12 Oktober 2007, 08:37
Kreativität im Web
Der Online-Vermarkter lobt insgesamt zwei Millionen Euro Produktionskostenzuschuss für ausgefallene Online-Werbekonzepte auf den Portalen Web.de und GMX aus.
Matthias Ehrlich, Vorstand des Online-Vermarkters United Internet Media, hat ein Problem: "Deutschlands Online-Werbung braucht mehr Kreativität", sagt er gegenüber der Marketing-Fachzeitschrift "Werben & Verkaufen". Weil seiner Meinung nach Marketer häufig zu wenig Geld in die Gestaltung von Online-Werbung stecken, hat der Vermarkter die Initiative "Cyber Creativity" gestartet. Unter der Leitung von Filmemacher Hermann Vaske soll eine Jury kreative Kampagnen ausfindig machen, die mit insgesamt bis zu zwei Millionen Euro Produktionskostenzuschuss gefördert werden sollen. Pro Kampagne können 20.000 Euro bezuschusst werden. Einzige Bedingung: Die Konzepte müssen auf die UIM-Portale Web.de und GMX zugeschnitten sein und bis Ende des Jahres auch darauf gebucht werden
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12 Oktober 2007, 08:34
E-Paper (Neuheiten)
Online-Leser von "Neues Deutschland" sind ab sofort früher informiert: Die überregionale Tageszeitung hat ihr Internet-Angebot um ein E-Paper erweitert. Die elektronische Ausgabe, die ab 22.00 Uhr am Vorabend des Erscheinungstags der Printversion abrufbar ist, bietet ePaper-Funktionen wie Speichern, Kopieren und Weiterverarbeiten. Der Service kostet 15 Euro im Monat, Abonnenten der Print-Ausgabe zahlen 2,70 Euro extra.
Das E-Paper ist der Auftakt des Programms "ND Digital", das der Verlag noch in diesem Jahr umsetzen will. "Neben der Einführung des E-Paper werden wir in diesem Jahr noch einen Relaunch unseres gesamten Online-Angebotes sowie die Digitalisierung des Archivbestandes von ND seit April 1946 realisieren," kündigte Olaf Koppe, Geschäftsführer von "Neues Deutschland", an.
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12 Oktober 2007, 08:30
Risiko für den Online-Händler nimmt zu
Der Kaufvertrag kommt zustande, der Online-Shop liefert die bestellte Ware, der Kunde zahlt nicht und der Händler bleibt auf einem Umsatzverlust sitzen: Dieses unschöne Szenario ereignet sich immer häufiger, wie das Forschungsinstitut ibi research jetzt im Rahmen der Studie "Risiken der Zahlungsabwicklung im Internet" herausfand. Bei jedem zehnten Unternehmen fallen mindestens drei Prozent des Umsatzes aus, weil Online-Käufer nicht bezahlen. Die meisten Zahlungsstörungen treten bei Zahlung auf Rechnung oder per Lastschrift auf; die Kreditkarte ist für Unternehmen der sicherste Zahlungsweg.
Die Forscher von ibi research wiesen aber auch daraufhin, dass viele Unternehmen bei der Geltendmachung ihrer Forderungen unter ihren lückenhaften Kundendaten zu leiden haben. So fehlten vielen Unternehmen wichtige Daten, wie Festnetz- und Mobilfunknummer oder Geburtsdatum ihrer Kunden, mit denen säumige Schuldner nachträglich identifiziert werden können. [01] [02] [03] [04] [05] [06] [07] [08] [09] [10] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] [22] [23] [24] [25] [26] [27] [28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [37] [38] [39] [40] [41] [42] [43] [44] [45] |