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17 September 2007, 04:36  

Werbefreaks


Was die aussichtsreichsten Plätze für Werbung betrifft, werden in den USA aktuell zwei Studien diskutiert: Hier handelt es sich einerseits um eine Untersuchung von Deloitte & Touche. Die zweite Studie ist von Veronis Suhler Stevenson (VSS). Beide wagen eine Vorschau auf das nächste Jahrzehnt.

Die Studie von Deloitte überrascht uns erst einmal mit einer erstaunlichen Überlebensfähigkeit der Printmedien. Insbesondere, um Modetrends zu folgen, scheinen Magazine weiterhin ihren Platz zu finden und, befragt nach den wichtigsten fünf Medien, kam immerhin das Buch für das nächste Jahr auf den dritten Platz.

Geht man jetzt der Frage nach, wie sich diese Einstellungen auf die Wahrnehmung der Werbung auswirken, dann gibt es auch hier ein zunächst überraschendes Ergebnis. Nahezu zwei Drittel äußerten die Meinung, dass sie der gedruckten Werbung mehr Aufmerksamkeit schenken und Onlinewerbung als belästigend empfinden.

Bei diesen Ergebnissen darf man allerdings nicht vergessen, dass es nach Ergebnissen der gleichen Studie vor allem die Nutzung von Suchmaschinen ist, die Traffic auf die Websites bringt. An dieser Stelle kann nur die persönliche Empfehlung durch andere mithalten. Danach folgt ein relativ tiefer Graben und in der Reihenfolge der Wirksamkeit platziert sich die Werbung im Fernsehen, im Print vor der Onlinewerbung auf anderen Websites. Es folgen noch Direct Mail und das Hören einer Anzeige im Radio.

Auf einen etwas anderen Trend bis 2010 verweisen die Ergebnisse der Studie von Veronis Suhler Stevenson (VSS, eine Media Investment Firma): Provozierende Frage ist, ob es an der Zeit ist, der gedruckten Zeitung auf Wiedersehen zu sagen? Die Antwort wird entscheidend davon abhängig sein, wie sich Web 2.0 durchsetzt. Wenn die Zeitung, Radio und Fernsehen ihre Autorität in der Hierarchie der Medienquellen verlieren, dann werden wir sehen, welche Rolle Web 2.0 in der Welt von News, Information und Fakten spielt.

Nach der Studie von VSS wird Social Network Advertising und Werbung in Blogs, Podcasts und RSS Advertising enorme Wachstumsraten bis 2011 sehen. MySpace, LinkedIn, Facebook und vergleichbare Angebote werden eine durchschnittliche Wachstumsrate von 51 Prozent bis 2011 haben. Wenn Unternehmen in diesem Business erfolgreich sein wollen, dann werden sie das so genannte „Social Media Advertising“ nicht außen vorlassen können.

Weiterhin positiv mit ähnlichen Wachstumsraten sind die Prognosen für das Suchmaschinenmarketing. 2011 wird dieser Bereich annähernd 40 Milliarden Dollar ausmachen.

Was ist die Botschaft, die VSS uns mit auf den Weg gibt? Wenn es nach James Rutherfurd, Executive Vice President und Managing Director von VSS, geht, dann haben führende nationale Werbetreibende die Umschichtung ihrer Dollars von traditionellen Print- und Broadcast-Medien zu alternativen digitalen Plattformen enorm beschleunigt. Eine besondere Rolle spielen fortgeschrittene Technologien und die Zunahme der Nutzerkontrolle und das Multitasking.


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